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«Dem illegalen Import keine Chance geben»

Welpenhandel

Import von Heimtieren

Der Import von Hunden aus dem Ausland boomt mehr als denn je.  Es ist anzunehmen, dass ein grosser Teil der importierten Hunde jedoch unter illegalen und tierschutzwidrigen Bedingungen gezüchtet, transportiert und eingeführt wurden. Welpen werden unter misslichen Umständen in Massen produziert und von angeblichen Züchtern für Spottpreise ins Ausland verkauft. Viel zu jung werden sie ihren Müttern entrissen und einem hohen Gesundheitsrisiko ausgesetzt.

Unter vermeintlichen Tierschutz-Hintergründen werden schlecht sozialisierte und teilweise kranke Strassenhunde eingefangen und ins Ausland transportiert. Viele davon wechseln danach mehrmals ihre Besitzer, bevor sie erneut als schwer vermittelbar in einem einheimischen Tierheim enden. Andere müssen aufgrund ihrer Erkrankungen lenbenslang behandelt oder erlöst werden und stellen eine Ansteckungsgefahr für Mensch und Tier dar. Zudem bietet das Einführen dieser Hunde jedoch keinerlei Hilfe zur Lösung des eigentlichen Problems der Überpopulation von Strassenhunden im Herkunftsland. Mittels oben genannden Beispielen werden Millionengeschäfte gemacht, welche zudem seriös arbeitende Tierschutzorganisationen, die sich für die nachhaltige Lösung der Problematik vor Ort einsetzen, in ein schlechtes Licht führen.

Die Schweizerische Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz STVT hat sich in der Vergangenheit immer wieder mit der Thematik des illegalen Hundehandels/-imports und den Folgen des damit einhergehenden Hundewohls beschäftigt. Diverse Recherchen und Berichte zu den Hintergründen des Hundehandels und Imports mündeten u.a. in Vorträgen der STVT (z.B. an den Schweizerischen Tierärztetagen) und in Positionspapieren sowie Stellungnahmen und Informationsbroschüren. Auch wurde 2021 den Kantonstierärzten eine Umfrage zugestellt, in der die Frage nach dem Bedürfnis bzw. der Notwendigkeit einer nationalen Quarantäne-station thematisiert wurde, da unter anderem auch immer wieder Euthanasien der Welpen und Junghunde aus unklarer Herkunft heftige Diskussionen hervorrufen und mit grosser Emotionalität begleitet sind, und aus Sicht der STVT -wann immer möglich- unbedingt verhindert werden müssen. Nicht alle Veterinärämter haben diese Umfrage beantwortet oder konkrete Angaben gemacht. Es gibt zudem Unterschiede bei den betroffenen Kantonen, je nachdem, ob es sich um Grenzkantone handelt.